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Freitag, 29. September 2006, 17:45

Parasphaerichthys ocellatus

Parasphaerichthys ocellatus
Augenfleck-Schokoladengurami (Eyespot gourami)

P. ocellatus ist einer von zwei Vertretern der Gattung Parasphaerichthys aus der Familie der Osphronemidae. Er lebt in seiner Heimat Myanmar (Burma) in kleinen verschlammten Gewässern bei Temperaturen um 25°C. Seine Maximallänge soll 4cm betragen, die abgebildeten Tiere sind etwa 2cm groß. Immer gut erkennbar ist der relativ große Augenfleck, der dem Tier seinen Namen gab. Diese Art ist nicht ganz so hübsch wie sein kleinerer Artgenosse Parasphaerichthys lineatus, er zeigt aber je nach Stimmung auch ein recht ansprechendes Äußeres, in dem der große, leuchtend umrandete Augenfleck weniger stark dominiert als im sonst eher unscheinbaren Erscheinungsbild.

Der Augenfleck-Gurami ist recht aktiv und ständig auf Futtersuche, nimmt allerdings überwiegend nur Lebendfutter an, davon dann allerdings so große Mengen, dass man ihn als verfressen bezeichnen könnte. Von einer Verfütterung von möglicherweise belastetem Lebendfutter wie Tubifex und Roten Mückenlarven wird abgeraten, da die Tiere recht empfindlich auf Belastungen dieser Art reagieren. Ebenso sind sie heikel, was die Wasserbeschaffenheit angeht, sie reagieren prompt auf Wasserverschlechterungen und werden schnell krank. Erschwerend kommt hinzu, dass die selten genug erhältlichen Importe oft genug schon Parasiten mitbringen.

Leider zeigt P. ocellatus ein recht aggressives Verhalten gegenüber nicht kompatiblen Artgenossen, so dass trotz seiner geringen Größe von einer Haltung in Kleinbecken zunächst abzuraten ist. Harmonisierende Paare sollten und können aber auch in kleineren Behältern gepflegt werden.
»Gerald« hat folgende Bilder angehängt:
  • Parasphaerichthy-ocellatus-1.jpg
  • Parasphaerichthy-ocellatus-2.jpg
  • Parasphaerichthy-ocellatus-3.jpg
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chrisne84

unregistriert

2

Freitag, 1. Dezember 2006, 23:52

Hallo Gerald,

hast du denn noch Tiere von dem Burma-Schoko? Meines Wissens leben sie doch blos sehr kurz. Haben sie jemals Anzeichen von Fortpflanzungsaktivitäten gezeigt?
Ich hatte letztes Jahr im Herbst mal ein paar Tiere bekommen, leider sind sie in kurzer Zeit an TBC gestorben. Allerdings hatte ich sie auch in einem viel zu kleinen Becken, damals hatte ich noch nicht viele Infos über diese Fische.

Wäre für jede weitere Info/Erfahrung dankbar!


Gruss Chris

3

Samstag, 2. Dezember 2006, 08:37

Hallo Chris,

wie lange die Schokos maximal leben können, weiß ich nicht, meine habe ich nicht einmal ein Jahr gehabt, nach der Eingewöhnung aufflackernde Vitalität, allerdings keine Anstalten zur Vermehrung, dann eine plötzliche Verschlechterung des Zustands und Tod, ohne ein einfaches Krankheitsbild. Ob es TBC war? Keine Ahnung, zu dieser Diagnose git es ein paar interessante Bemerkungen an anderer Stelle hier im Forum.

Leider sind die Tiere hier noch nicht wieder im Handel aufgetaucht, sonst würde ich es noch einmal mit ihnen probieren.
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chrisne84

unregistriert

4

Samstag, 13. Januar 2007, 15:14

HAllo Gerald,

ich wollte dich fragen, bei welchen Wasserwerten du die Tiere überhaupt gehalten hast. Horst Linke berichtet, dass der ocellatus in weichem (LW ~30- 150) und pH ünber 7 vorkommt. BEi welchen Wasserwerten hast du ihn gehalten?
Nur Parasp. lineatus bevorzugt wohl härteres Wasser. Aber so wirklich aussagekräftige Quellen gibts ja leider nicht.


Danke und Gruss

Chris

5

Samstag, 13. Januar 2007, 17:04

Zitat

Original von chrisne84
in weichem (LW ~30- 150) und pH ünber 7 vorkommt.

Heißt das jetzt weich und UNTER pH 7 oder ÜBER pH 7?
Bei mir schwammen sie bei etwa 250µS/cm, pH um 7, GH/KH sehr gering.
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chrisne84

unregistriert

6

Sonntag, 14. Januar 2007, 21:21

Hallo Gerald,

es heisst pH über 7. Meistens sogar 8- 9. Hier mal der Link zu dem Artikel von Horst: Burma

Laut Horst Linkes Messungen kommen beide Parasp. -Arten in Gewässern mit einem pH über 7 vor. Ocellatus scheint nach seinen Messungen derjenige zu sein, der in weicherem Wasser vorkommt (LW: ~30- 150). Parasp. lineatus ist wohl der Vertreter der in härterem Wasser vorkommt. Würde auch logisch erscheinen, da Jörg Freyhof und einige wenige IGLer diesen auch bei "Leitungswasser"-Werten gehalten und auch gezogen haben.
Soweit ich weiss ist die Zucht bei ocellatus noch nicht gelungen.
Weiterhin steht zur Debatte, ob P. ocellatus wie P. lineatus auch Schaumnestbauer ist. Manche meinen er ist Maulbrüter, aber wirklich belegen kann es keiner. Es gibt da mehrere Ansichten. Aber scheinbar keine Beweise.

Ich hab letzte Woche über einen Berliner Händler 12 Tiere von Mimbon bekommen und will diese jetzt erfolgreich halten und mich an der Zucht versuchen. Leider muss ich das erstmal vergessen, da ich mit einem Schuppen/Kiemenwurmbefall zu kämpfen habe. Ein Tier hab ich leider schon verloren. Andere zeigen auch die Symptome. Die Viecher muss ich schon von Mimbon mitbekommen haben.
Hast du da vielleicht ein guten Tipp, wie ich die Viecher loswerde?


Vielen Dank und schöne Grüße

Chris

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »chrisne84« (14. Januar 2007, 21:22)


7

Montag, 15. Januar 2007, 17:23

Hallo Chris,

ein interessanter Bericht, der unbedingt bei der Haltung berücksichtigt werden sollte. Weiches und alkalisches Wasser, dazu tägliche und jahreszeitliche Temperaturschwankungen runter bis 15°C, das kommt für viele bestimmt unerwartet, denn pauschal wird mit Südostasien "weich, sauer, warm" assoziiert.

Bei den Kiemenwürmern (wenn es denn welche sind) kann ich nicht helfen, da ich keine Erfahrungen mit dieser Krankheit habe. Bei meiner flüchtigen Suche habe ich aber entdeckt, dass ein vernünftiger Befund, wenn es geht mikroskopisch, wohl ganz wichtig ist. Methoden/Mittelchen gibt es wohl verschiedene, die Diskussionen darüber gehen z.T. weit auseinander, vor allem in den Diskusforen, denn diese Tiere scheinen wohl pauschal Kiemenwürmer zu haben.
Möglicherweise können unsere Spezis für Fischkrankheiten aber mehr darüber sagen.
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