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Samstag, 16. Dezember 2006, 12:40

Adonissalmler Lepidarchus adonis

Lepidarchus adonis - ein kleiner Salmler aus der Familie der Afrikanischen Salmler

Der afrikanische Salmler L. adonis aus der Familie Alestiidae taucht jetzt nach vielen Jahren endlich wieder sporadisch im Handel auf. In den 90er Jahren konnten öfter einmal Importe aus Liberia erworben werden, die heute im Handel erhältlichen Tiere stammen aus Guinea, sie sind leider nicht so farbenprächtig wie die damaligen Exemplare aus Liberia, ähnliches trifft z.B. auch für Ladigesia roloffi aus Liberia und Sierra Leone sowie Pseudoepiplatys annulatus zu.

Die Exemplare aus Monrovia, Liberia waren wahrscheinlich L. a. signifer, die aus Ghana (Roloff, 60er Jahre) wohl L. a .adonis. Um die Verwirrung komplett zu machen, sind die heutigen Importe aus Guinea möglicherweise L. a. signifer, obwohl dieser Fundort nicht belegt ist. Weiterhin hat L. a. signifer mittlerweile den Artstatus erlangt.

Der kleine L. adonis gilt als schwierig in der Haltung, aber leicht in der Zucht. Vor kurzem habe ich die Tiere auch hier im Handel entdeckt, ihre Größe überstieg mit 3cm TL aber deutlich die oft in der Literatur angegebene Länge, sie zeigten praktisch keine Tüpfelung. Leider hatte ich keinen Platz mehr zur Verfügung...

Die Bilder 1 und 2 zeigen L. adonis mit der typischen Tüpfelung, Bild 3 ein Tier ohne die Tüpfelung. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Michael Wright, England.
»Gerald« hat folgende Bilder angehängt:
  • Lepidarchus-adonis-1-MW.jpg
  • Lepidarchus-adonis-2-MW.jpg
  • Lepidarchus-adonis-3-MW.jpg
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Dienstag, 29. Mai 2007, 14:49

Huhu :)

Adonissalmler hab ich hier auch - also die Haltung ist nicht schwer, die fressen so ziemlich alles, von Artemianauplien über Wasserflöhen bis zu weißen und roten Müla, ausserdem gehen sie schnell an Frostfutter und lassen sich auch gut an Trockenfutter gewöhnen. Zunächst hatte ich sie in 27l zusammen mit Garnelen, da das Becken einer radikalen Umgestaltung zum Opfer fiel, schwimmen sie jetzt zusammen mit Rotmaulsalmlern und Otos in 240l. Zucht ist mir trotz Versuchen mit verschiedenen, weichen Wasserwerten nicht geglückt.

An sich lassen sie sich gut in recht kleinen Becken pflegen, ohne Beifische sind sie aber unendlich scheu und schreckhaft, ich würde eine Abdeckung dringend empfehlen. Mir sind zwei aus dem Becken gesprungen. Sowie sie friedliche, wenig scheue Beifische haben, sind die Salmler die personifizierte coolness. Lassen sich von nichts und niemandem mehr aus der Ruhe bringen, während sie allein gehalten schon nen Herzinfarkt bekommen, wenn man nur den Raum betritt.

Auch in 240l brauchen sie nur ihre 10l Revier. Klar, wenns Futter gibt, bewegen sie sich schon mal, aber im Prinzip stehen sie immer an einer bestimmten Stelle im Becken und bewegen sich kaum über einen Radius von ~15cm hinaus. Manchmal ziehen sie auch eine kurze Runde mit den Rotmäulchen durchs Becken, aber nur um auf dem Rückweg wieder am angestammten Plätzchen zu verharren.

Adonissalmler brauchen also selbst kaum Platz und sind in Minibecken sicher gut aufeghoben, allerdings halte ich einen friedlichen Beifisch für ein stressfreies Leben der Adonissalmler für nicht ganz unwichtig, was den Platzbedarf spontan vergrößert.

Bilder kann ich gern heute Abend nachreichen.

lg,
Ellen

3

Dienstag, 29. Mai 2007, 17:05

Hoi,

welche Fische würdest du denn als Beifisch empfehlen? Irgendwas in Nano-Größe dabei ? :)
Meine Homepage, mein Fotoalbum, mein Blog
(nachdem ich schon kein Haus, Auto usw bieten kann... :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Datura« (29. Mai 2007, 17:07)


4

Dienstag, 29. Mai 2007, 17:48

Huhu :)

naja, wie gesagt, mit Rotmaulsalmlern klappt es prima. Aber die sind alles andere als Nano und schon garnix für kleine Becken.
Vielleicht die kleinen Coryarten oder kleine Aspidoras. Die schwimmen recht viel frei und sind nicht sonderlich scheu.
Stellt sich nur die Frage, ob es zwei Gruppen, bzw. Schwarmfischarten in einem kleinsten Becken sein müssen. Vielleicht sollte man da eher Richtung 50l gehen.

Möglicherweise käme auch ein Betta-Männchen in Frage - die gehen ja nicht an normalflossige Beifische soweit ich gelesen habe. Dazu habe ich aber keinerlei Erfahrung.





auf die schnelle zwei Bilder aus dem alten Becken - auf dem anderen Rechner gibts glaub auch welche aus dem neuen, wo man die Farben besser erkennen kann (analoge SR statt Digiknippse) - da muss ich aber erstmal suchen, ist nicht mein Rechner.

lg,
Ellen

5

Dienstag, 29. Mai 2007, 18:06

Hallo Ellen,

ein interessanter Beitrag und eine wichtige Ergänzung, danke, also leicht zu halten und schwer zu züchten, nicht umgekehrt. Leider ist über diese Afrikaner ja kaum etwas bekannt.
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6

Dienstag, 29. Mai 2007, 18:35

Hallo Gerald :)

zumindest ist das meine Erfahrung - und da die Kerle meine ersten Fische überhaupt waren, können sie nicht ganz schrecklich schwer sein... ;) Einem Anfänger würde ich sie dennoch nicht empfehlen.

lg,
Ellen

Bernardo77

unregistriert

7

Freitag, 8. Juni 2007, 11:00

Zuchterfahrungen von Adonissalmlern

Hallo zusammen,
bin neu hier und habe mit großem Interesse die vorstehenden Beiträge gelesen.
Gibt es denn hier jemanden der bereits einige Zuchterfahrungen mit Adonissalmlern machen gemacht hat?

Insbesondere würde mich interessieren ob man die Elterntiere nach dem ablaichen aus dem Becken nehmen muss und welches Futter für die Larven benötigt wird.

gruß
bernardo

8

Montag, 27. April 2009, 12:34

Hallo,

nach 2 Jahren möchte ich diesen Beitrag mal wieder an die Oberfläche zerren. Mich würde interessieren ob es inzwischen Zuchterfolge innerhalb dieses Forums gegeben hat und falls ja: unter welchen Bedingungen? Des weiteren fände ich es interessant, ob jemand Erfahrungen mit der Vergesellschaftung von Garnelen und Lepidarchus adonis gesammelt hat. Speziell frage ich hierbei, ob Garnelen eine Alternative zu den oben erwähnten Beifischen sein können.
Auch irritiert mich die Angabe im Mergus (11. Auflage) etwas: Beckenlänge ab 20cm, Schwierigkeitsgrad 3 und sehr einfach Zucht - gerade der letzte Punkt scheint sich ja mit dem Bericht hier zu wiedersprechen. Das Buch ist ja nun schon ein paar Tage alt, sind die Angaben (noch) realistisch?

LG,
Sonja
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Meine 4 filterlosen Becken

9

Freitag, 1. Mai 2009, 19:32

ich versuche mal zu deuten:
sie sind anscheinend sehr empfindlich und haben große ansprüche(daher der hohe schwierigkeitsgrad).
wenn diese ansprüche aber gut erfüllt sind, vermehren sie sich dann quasi von alleine(wenn die eier oder larven oder babys nicht gefressen werden.
ich denke bei solchen angaben, die erst merkwürdig aussehen, kann man den schwierigkeitsgrad der zucht auch im vergleich zu dem der haltung sehen(soweit meine deutung).

Verwendete Tags

Lepidarchus adonis