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1

Donnerstag, 21. September 2006, 18:23

Stängelpflanzen - Segen oder Fluch?

Hallo Gärtner,

gerade für die Ersteinrichtung werden oft schnellwachsende Stängelpflanzen empfohlen, da sie erfolgreich dem Wasser Nährstoffe wie Nitrate und Phosphate entziehen. Sie können so neben einer Stabilisierung des Wassers auch die Teilwasserwechsel verringern. Nicht alle Stängelpflanzen haben dieselben Ansprüche oder wachsen gleich schnell, so sind rote Arten z.B. sehr lichtbedürftig und bevorzugen oft weiches Wasser, manche Arten wachsen mehrere Zentimeter pro Tag, andere nur 5-10cm pro Monat. Gerade in Minibecken mit vielleicht 20cm Höhe erreichen die Pflanzen rasch die Wasseroberfläche, fluten und treiben seitlich Wurzeln.

Pro schnellwachsende Stängelpflanzen
Optisch oft ansprechend
Schnelle Aufarbeitung der Stoffwechselprodukte
Versteckmöglichkeiten bei dichtem Bewuchs
Anstelle sie einzupflanzen können sie auch am Boden beschwert werden

Contra schnellwachsende Stängelpflanzen
Mindestens wöchentliches Abschneiden/Neustecken/Vermehren
Nach zweimaligem Abschneiden muss der Stumpf entfernt werden
Einschränkung des Schwimmraums

Übersicht Stängelpflanzen (unvollständig), Wachstumsangaben ohne Gewähr

sehr schnell ~3cm/Tag

Shinnersia rivularis (Mexikanisches Eichenblatt)
Gymnocoronis spilanthoides (Falscher Wasserfreund)


schnell ~2cm/Tag

Limnophila heterophylla/sessiliflora (Ambulie)
Rotala indica (Kleinblättrige Rotala)
Ceratophyllum demersum (Hornkraut)


mittel ~1cm/Tag

Ammania gracilis (Große Kognacpflanze)
Cabomba caroliniana (Grüne Wasserhaarnixe)
Egeria densa (Wasserpest)
Hydrocotyle leucocephala (Brasilianischer Wassernabel)
Hygrophila polysperma (Indischer Wasserfreund)
Rotala rotundifolia (Kleine Rotala)
Eusteralis stellata (Stern-Rotala)
Hygrophila difformis (Indischer Wasserstern)


langsam ~0,5cm/Tag

Alternanthera reinickii (Papageienblatt)
Didiplis diandra (Amerikanische Wasserhecke)
Ludwigia perennis (Rote Ludwigia)
Telanthera lilacina (Roter Wasserfreund)
Bacopa monnieri (Fettblatt)
Cardamine lyrata (Japanisches Schaumkraut)
Lysimachia nummularia (Pfennigkraut)
Myriophyllum aquaticum (Brasilianisches Tausendblatt)



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2

Donnerstag, 21. September 2006, 19:58

Hallo Gerald!

Ich glaube, hier kann man keine generelle Antwort geben. Für richtig kleine Nanobecken hat man nur die kleinwüchsigen Pflanzen zur Wahl. Die Störung der Einwohner könnte zu gross werden. Aber für normalgrosse oder etwas kleinere, dann sind diese Art von Pflanzen eine nicht wegzudenkende Hilfe für Hobbyeinsteiger.

Deine Wuchsgeschwindigkeitstabelle funktioniert nur so ugefär, den die Pflanzen wachsen nicht gleich, überall. So z.B. wächst die Limnophila oder auch die Myriophyllum bei mir drei Mal so schnell wie die Cabomba. Und die Cabomba ist vielleicht nicht so gut geeignet für Nanobecken, mit ihren bis zu 8 cm werdende Blattwedeln. Einige Wasser enthalten auch Metalle, die für bestimmde Pflanzen etwas wuchshemmend sind. Aber ist ja egal, die Frage hier war ja ob sie gut oder schlecht sind. Also - keine generelle Antwort, aber wenn man gerne rumfummelt ist das schon in Ordnung auch mit solchen Pflanzen :]

Shinnersia???? Die Pflanze suche ich seit Jahren ... ?(

Gruss,
Christina G
Artemia - a whole new dimension -

3

Donnerstag, 21. September 2006, 22:55

Hallo Gerald,

Stängelpflanzen bringen mich regelmäßig zur Verzweiflung! Entweder sie wachsen bei mir garnicht, oder sie schiessen los und veralgen. "Vernünftiges" 8) Wachstum konnte ich noch bei keiner Stängelpflanze feststellen.

Ich finde sie auch sehr schwer zu händeln und konnte sie weder durch Licht, Düngung, Wasserbewegung und regelmäßige Pflege oder gepflegte Vernachlässigung zu einem sich in irgendeiner Weise an meinen Wünschen orientierendem Wachstum bewegen.

Inzwischen habe ich sie (bis auf 1 oder 2 Stängel Fettblatt) aus all meinen Becken entfernt und setze für schnelles Wachstum auf Valissnerien und in meinen kleinen Becken auf Moose. Die sind willig, pflegeleicht, formschön und -vor allen Dingen- machen genau das, was ich von ihnen verlange.
:]

Schöne Grüße
Yossi

4

Donnerstag, 28. September 2006, 19:50

RE: Stängelpflanzen - Segen oder Fluch?

Hallo

Für mich kann ich die Frage eindeutig mit "Segen"
beantworten. Gilt insbesondere für die etwas langsamer
wachsenden (<= 1cm/Tag). In einem kleinen Becken ist
das einkürzen und neu stecken mit genügend langer Schere
und genügend langer Pinzette in Sekundenschnelle erledigt.

Ausserdem haben sie noch ein Pro: Sie bleiben an der Stelle,
an der sie gesetzt wurden. Rhizom oder Ausläuferpflanzen
wie Javafarn, Anubias oder Vallisnerien etc. sind schwer
an die richtigen Stellen zu "bugsieren", gerade in kleinen
Aquarien. Die Beckengestaltung empfinde ich mit Stengel-
pflanzen einfacher.

Ach ja: Die "Rotala indica (Kleinblättrige Rotala)" kann
ich nicht zuordnen?
Ist Rotala macrandra (Indischer Rotweiderich) damit gemeint?
Bzw. anderer Name für Rotala rotundifolia?

Gruß
Ralf NR

5

Donnerstag, 28. September 2006, 20:20

RE: Stängelpflanzen - Segen oder Fluch?

Genau wie Yossaria gebe ich mittlerweile Moosen und Vallisnerien den Vorzug, das mag aber an meinem kleinen grünen Daumen liegen :D

Ansonsten, Shinnersia kenne ich auch nicht, und von Rotala scheint es 97 Varianten zu geben, die kann ich nicht eindeutig zuordnen. Meine Rotala xyz sind ein SO-Asien Import und wachsen, wie sie wollen, nicht wie ich will.
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6

Donnerstag, 28. September 2006, 23:08

RE: Stängelpflanzen - Segen oder Fluch?

Hallo,

ich sehe die freischwimmenden Stängelpflanzen als Segen an, dazu gehören Nixkraut (Najas guadelupensis) und flutendes Venezuela-Hornkraut bzw. normales deutsches Hornkraut (Ceratophyllum demersum), das im Warmwasser sehr feinfiedrig und rötlich wird.

Beide Pflanzen sind völlig anspruchslos, wachsen schnell und können einfach reduziert werden. Sie sind hervorragende Nitratvertilger und bieten Jungfischen und Garnelen Verstecke und Weidegründe.

Früher habe ich viel Arbeit mit dem indischen Wasserfreund gehabt, den man immer schneiden und einpflanzen musste.

LG Carry
Ich weiß, dass ich nichts weiß! Sokrates, 450 v. Chr.

7

Freitag, 29. September 2006, 00:50

RE: Stängelpflanzen - Segen oder Fluch?

Also für mich sind eher die Vallisnerien ein Fluch. Diese sind ja nicht hinzukreigen wie man will. Die normalgrosse (hier meine ich nicht einmal die Riesenvallisnerie) wird 1½meterlang, die kurzgewachsenen werden 60 und die Zwergvariante wird echte 45 cm lang. Die Pflanzen drehen sich dann im Kreis um den Beckenrand rum und sehen nach garnix aus. Und wenn man dann vereinzelte schlechte Blätter auszupfen möchte, kommt die ganze Pflanze mitsamt Wurzeln, Bodensand, evtl Dünger und Mulm ins Wasser und dann ist das ganze Becken vernebelt. Und die wachsen ja nicht gerade schüchtern.

Dass gleiche Problem hätte ich bei der normalwüchsigen Crinum. Die schlängeln sich nur so rum und sehen in kleinere Becken nach lose Garnknäuel aus. Näh. Aber ich mag die Pflanze sehr, in grössere Becken.

Ne, die Vallisnerien kommen bei mir nur in Neugestarteten oder Riesenbecken rein.

Viele Grüsse, Christina G
Artemia - a whole new dimension -

8

Freitag, 29. September 2006, 16:16

RE: Stängelpflanzen - Segen oder Fluch?

Hallo Gerald

Zitat

Original von Gerald
Ansonsten, Shinnersia kenne ich auch nicht, und von Rotala scheint es 97 Varianten zu geben, die kann ich nicht eindeutig zuordnen. Meine Rotala xyz sind ein SO-Asien Import und wachsen, wie sie wollen, nicht wie ich will.


Die Shinnersia rivularis ist eher etwas gängiges.
Sie ist z.B in der Dennerle Pflanzendatenbank zu
finden. (Habe ich selbst noch nicht gepflegt.)

Die Rotala indica ist mir aufgefallen, weil ich von
dieser Art noch nichts gehört habe. Nach den Infos,
die über eine Suchmaschine zu finden sind, handelt es
sich wohl bei Rotala indica und Rotala rotundifolia
um die gleiche Pflanze. Ist z.B bei:
http://www.botgarden.uni-tuebingen.de/ti…php?page=Rotala
und http://www.tropica.com nachzulesen.
(Habe ich selbst auch noch nicht gepflegt - sorry wenn
es etwas besserwisserisch klingt, aber ich interessiere
mich sehr für Wasser/Sumpfpflanzen)

Gruß
Ralf NR

9

Freitag, 29. September 2006, 18:48

RE: Stängelpflanzen - Segen oder Fluch?

Hallo RalfNR!

Du scheinst Recht zu haben, denn im Tropica Pflanzenkatalog steht diese Angabe genau drin.

Viele Grüsse,
Christina G
Artemia - a whole new dimension -

10

Mittwoch, 16. Mai 2007, 19:14

hi,
es gibt alle drei arten !
rotala macrandra gehört zu den schönsten aquarienpflanzen, wenn sie wächst. denn es ist eine echte problempflanze, enorm viel licht und freier kohlenstoff sind grundvoraussetzung. ich beiße mir gerade mal wieder an ihr meine zähne aus, mal sehen ob es diesmal klappt.
rotala rotundifolia ist eine wirklich leicht zu pflegende pflanze, die schnell dichte bestände bildet und bei entsprechender lichtmenge rötliche kleine blätter zeigt, eisendüngung vorausgesetzt. rotala indica wird oft als rotala rotundifolia angeboten, in der handelsform erscheint sie rötlich-braun, vergrünt aber schnell.

die pflanzenfee

11

Mittwoch, 16. Mai 2007, 20:40

Hallo pflanzenfee

Willkommen im Forum. Ich freue mich schon auf viele neue Beiträge
über Aquarienpflanzen. =)

Zur Rotala indica hast Du erst mal recht, es ist eine eigene Art.
Aquaristisch wird aber eigentlich immer R. rotundifolia als R. indica
bezeichnet und verkauft. Siehe z.B. die Tropic Seiten u.a. Der Grund
ist wohl, dass R. rotundifolia um 1960 als R. indica eingeführt wurde.
Interessant ist dein Hinweis, dass R. indica im Handel ist und als
R. rotundifolia angeboten wird. Soweit ich weiss ist R. indica doch
eine einjährige, für die Aquaristik ungeeignete, Art?

Viele Grüße
Ralf

12

Donnerstag, 17. Mai 2007, 11:08

Hallo Ralf,
ob R. indica eine einjhrige Pflanze ist kann ich nicht beurteilen. Allerdings ist es bei ihr umgekehrt wie bei R. rotundifolia: Sie sieht in der Handelsform wesentlich dekorativer aus (rötlich-braun mit relativ großen Blättern) als später im Aquarium (dünne, kleine nur grüne Blätter).
Nun, über Geschmack läßt sich ja bekanntlich streiten, aber für mich gilt: R. indica ist eine der wirklich wenigen Pflanzen die ich nicht in meinen Aquarien haben möchte. Die von Tropica als R.rotundifolia verkaufte Pflanze ist R. rotundifolia, jedenfalls gilt dieses für die Pflanzen aus dem Topf den ich habe. Auch bei Stoffels International handelt es sich bei der Topfware um die richtige Pflanze, interessanterweise ist aber die im Bund als R. rotundifolia angebotene die R. indica.

Noch ein Wort: offensichtlich wirklich nur einjährig ist Hottonia inflate, und die mag es darüber auch am liebsten etwas kälter.

mfg
rosi

13

Donnerstag, 17. Mai 2007, 13:06

Hallo Rosi

Zitat

Original von pflanzenfee
ob R. indica eine einjhrige Pflanze ist kann ich nicht beurteilen. Allerdings ist es bei ihr umgekehrt wie bei R. rotundifolia: Sie sieht in der Handelsform wesentlich dekorativer aus (rötlich-braun mit relativ großen Blättern) als später im Aquarium (dünne, kleine nur grüne Blätter).

Wohl das alte "Problem", dass ermers gezogene Pflanzen in "voller Pracht"
verkauft, im Aquarium ein gänzlich anderes Bild abgeben.

Zitat

Original von pflanzenfee
Auch bei Stoffels International handelt es sich bei der Topfware um die richtige Pflanze, interessanterweise ist aber die im Bund als R. rotundifolia angebotene die R. indica.

Interessant. Leider komme ich mit der Seite überhaupt nicht zurecht.
Über Links und weiter Hinweise zur R. indica würde ich mich freuen.

Danke für die Infos und viele Grüße
Ralf

14

Donnerstag, 17. Mai 2007, 17:44

Hallo Ralf,

sorry, aber ich muss deiner meinung doch widersprechen. Nach meiner Meinung würden sich pflanzen im submersen habitus wesentlich besser verkaufen lassen als im emersen habitus, denn mindestens 80 % der aquarienpflanzen submers attraktiver aus als emers. nur wer könnte die dann noch bezahlen ? oder besser gefragt: wer würde die dann noch bezahlen ? zu dem kostenfaktor kommt die bestimmt wesentlich höhere qualität der emersen kulturen. ich würde bei gleichem preis, ja sogar bei einerm höheren preis für die emerse kulturform immer die emers kultivierten pflanzen vorziehen.
das problem licht wohl mehr in der unkenntnis vieler aquarianer bzgl. des submersen habitus, sicherliich ist es auch ein mangel vieler anbieter die, warum auch immer, entweder den emersen oder den submersen habitus vorstellen, seltenst aber beide.

nun speziell zur r. indica. aus einem anderen grund habe ich eiin paar stänger dieser pflanze da und heute in ein aq eingebracht. ich werde in den nächsten tagen mal zwei bilder (emerser und beginnender submerser habitus) einstelleN:

mfg
rosi

15

Donnerstag, 17. Mai 2007, 19:38

Hallo

Zitat

Original von pflanzenfee
sorry, aber ich muss deiner meinung doch widersprechen.

Aber gerne, viele Meinungen sind doch das Salz in der Forensuppe. =)



Zitat

Original von pflanzenfee
Nach meiner Meinung würden sich pflanzen im submersen habitus wesentlich besser verkaufen lassen als im emersen habitus, denn mindestens 80 % der aquarienpflanzen submers attraktiver aus als emers.

Ja, das stimmt auch wieder. Ich dachte an die von mit gekaufte R.
rotundifolia die, emers gezogen, ein riesen Busch war mit großen, roten,
fast violetten Blättern. Sie gefällt mir natürlich submers, aber ein
unbedarfter Käufer könnte von der "Verwandlung" enttäuscht sein.



Zitat

Original von pflanzenfee
nur wer könnte die dann noch bezahlen ? oder besser gefragt: wer würde die dann noch bezahlen ?

Ja Ok, das mit dem Preis ist richtig.



Zitat

Original von pflanzenfee
zu dem kostenfaktor kommt die bestimmt wesentlich höhere qualität der emersen kulturen. ich würde bei gleichem preis, ja sogar bei einerm höheren preis für die emerse kulturform immer die emers kultivierten pflanzen vorziehen.

Mhh, das muss ich nochmal durchlesen und überdenken.



Zitat

Original von pflanzenfee
das problem licht wohl mehr in der unkenntnis vieler aquarianer bzgl. des submersen habitus, sicherliich ist es auch ein mangel vieler anbieter die, warum auch immer, entweder den emersen oder den submersen habitus vorstellen, seltenst aber beide.

Stimmt. Aber die Händler bieten die Form an, die sie vom Großhändler
bekommen. Und der Großhändler bietet aus Kostengründen wohl nur eine
Wuchsform an...



Zitat

Original von pflanzenfee
nun speziell zur r. indica. aus einem anderen grund habe ich eiin paar stänger dieser pflanze da und heute in ein aq eingebracht. ich werde in den nächsten tagen mal zwei bilder (emerser und beginnender submerser habitus) einstelleN:

Oh, das wäre klasse. Da bin ich mal gespannt.


Viele Grüße
Ralf

16

Freitag, 18. Mai 2007, 18:00

Hallo Botaniker,

wir haben jetzt eine nette Themenüberschneidung mit diesem Thread.

Vielleicht kann uns ja ein Fachmann weiterhelfen!
Ich weiß, dass ich nichts weiß! Sokrates, 450 v. Chr.

17

Sonntag, 20. Mai 2007, 16:19

Stengelpflanzen im Aquarium - ein Segen

Hallo,

ich komme zum Thema zurück :whistler:.

Diese Frage beantiworte ich mit einem klaren Ja zu Stengelpflanzen, auch zu schnellwachsenden Arten.

Warum das klare Ja ?

1. Pflanzen, egal ob Stengel- oder Rosettenpflanzen, können nur dann dauerhaft kultiviert werden, wenn die Umweltbedingungen (Temperatur, Licht, Bodengrund, Nährstoffangebot ...) passen. Das ist Fakt der unabhämgig von der Aquariengröße besteht. Entweder erfüllt das Aquarium die Anfoderungen die die Pflanzenart stellt und die Pflanze wächst oder es erfüllt die Anforderungen nur zum Teil oder gar nicht und die Pflanzen kümmert und verschindet dann von selbst.
2. aus Punkt 1 leitet sich direkt ab, das es nicht möglich ist durch Manipulationen an derm Umfeld die Wuchseigenschaften einer Pflanze zu ändern, Blattform, Blattfarbe, Wuchsform und auch Endgröße sind natürlich bedingt und lassen sich nicht beeinflussen.

Wenn ich nun schnellwüchsige Arten verwende verdanke ich diesen Arten einen hohen Nährstoffverzehr, die Gefahr einer übermäßigen Algenentwicklung wird verringert.
Man sollte jedoch Stengelpflanze mit Erreichen der Wasseroberfläche kürzen, denn entweder wächst sie flutend weiter (z.B.Cabombaarten) oder aber sie wächst aus dem Wasser raus (z.B. Alternantheraarten) und bildet dann emerse Blätter die später durch die Abwärme der Lampen verbrennen. Beides sieht nicht aus.
Im Gegensatz zu den Stengelpflanzen kann man Rosettenpflanzen nicht in der Länge kürzen, denn in der Mitte abgeschnittene Echinodorenblätter sind bestimmt nicht prickelnd, aber jede Echindorore oder jede Cryptocoryne wird so hoch wie es die Art und nicht das Aquarium vorgibt. Bei Rosettenpflanzen ist also die spätere Wuchshöhe der Pflanze zu berücksichtigen, bei Stengelpflanzen nicht, denn die schneidet man einfach ab und steckt sie neu. Stengelpflanzen erhöhen somit die Anzahl der kultivierbaren Pflanzen.

So ist also die Wahl der Stengelpflanzen neben dem persönlichen Geschmack lediglich durch die Bereitschaft der Pflege durch den Aquairenbesitzer begrenzt. Will er wenig Zeit aufbringen sollte er nur langsamwachsende Arten verwenden.

mfg
Rosi

18

Sonntag, 20. Mai 2007, 18:10

RE: Stengelpflanzen im Aquarium - ein Segen

Hallo

Zitat

Original von pflanzenfee
Diese Frage beantiworte ich mit einem klaren Ja zu Stengelpflanzen, auch zu schnellwachsenden Arten.i

Erstmal absolute Zustimmung zu deiner Meinung zu den Stengelpflanzen.



Zitat

Original von pflanzenfee
Im Gegensatz zu den Stengelpflanzen kann man Rosettenpflanzen nicht in der Länge kürzen, denn in der Mitte abgeschnittene Echinodorenblätter sind bestimmt nicht prickelnd, aber jede Echindorore oder jede Cryptocoryne wird so hoch wie es die Art und nicht das Aquarium vorgibt.

Zum "Schneiden" von Rosettenpflanzen noch folgendes:
In meinem 30l Becken halte ich eine Echinodorus. Beim Kauf war die Art
nicht in Erfahrung zu bringen, und da sie recht klein war, habe ich sie
mitgenommen. Im Becken hat es ihr wohl gut gefallen. Sie treibt ein
Blatt nach dem anderen. Also Ende 2003 klein gekauft, wurde jedes neue
Blatt größer als die alten und bald lagen die ersten Blätter 10-20cm
waagerecht auf der Wasseroberfläche. Erst habe ich die Blätter komplett
abgeschnitten, was bei neuen Blätter ja schade ist. Irgendwann habe ich
angefangen die Blätter nicht komplett zu entfernen, sondern mit der
Schere formschön auf eine akzeptable Größe zu trimmen =)
Darauf wurden die neuen Blätter deutlich kleiner und diese geringe Blatt-
größe hat bis vor kurzem angehalten. Jetzt wachsen die Blätter wieder
größer und wenn es so weitergeht werde ich bald wieder zur Schere
greifen.

Ob es am Blattschneiden oder an anderen Einflüssen liegt weiss ich nicht.
Auf jeden Fall hat es mich an das schneiden von Bonsaiblättern erinnert.
Diese werden, soweit mir als Bonsailaie bekannt, halbiert damit sie schön
klein bleiben?

Viele Grüße
Ralf

19

Samstag, 24. Oktober 2009, 19:49

Diese "veraltete" Thema ist nun Gegenstand unserer Datenbank, der Nano-Fibel.



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20

Samstag, 24. Oktober 2009, 20:36

Hi Leute,
Nach zweimaligem Abschneiden muss der Stumpf entfernt werden
Wieso das denn?

LG
Flo
54 Liter Standartbecken: Hyphessobrycon flammeus, Corydoras Panda, Cambarellus Patzcuarensis Orange :fish:
30 Liter Nano Cube: Tanchithys micagemmae(übergangsweise), Crystal Red Garnelen :fish:
30 Liter Iwagumi: Dario dario :fish:
60 Liter Nadelbecken: Enneacampus ansorgii :fish:

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Stängelpflanzen